Yin Yoga mit Katharina Gebharter

Der Begriff Yin Yoga scheint anfänglich ein wenig widersprüchlich und verwirrend, da der Begriff Yin in der chinesischen, taoistischen Tradition von Yin & Yang zu finden ist und der Name Yoga hingegen aus dem Sanskrit kommt und in Indien seine Heimat hat. Die Yogaphilosophie ist komplex, hat viele verschiedene Aspekte und ist für sich allein schon schwierig zu erfassen. Warum jetzt noch das Yin & Yang- Prinzip aus dem Taoismus hinzunehmen? Der Begriff Yin steht im Gegensatz zu Yang für alles Ruhige, Dunkle, Kühle und Verborgene und eignet sich  daher hervorragend, um diese ruhige, tiefgehende und sehr entspannende Form des Yoga gut zu beschreiben.

Interessant ist auch, obwohl Yin Yoga zu den neueren Yogarichtungen gezählt wird, dass bereits sehr alte und traditionelle Formen des Yoga große Ähnlichkeiten mit Yin Yoga aufweisen. Das sind die meditativen, ruhigeren Yoga-Formen, die im Gegensatz zu modernen sehr kraftvollen, bewegten, teils akrobatischen yanglastigen Yogastilen stehen.

Die sanfte und anhaltende Übungsweise im Yin Yoga wirkt besonders gut auf tiefere Schichten des Körpers. Faszienketten werden durch lange und ruhige Haltungen besonders gut erreicht. Sehnen und Bänder werden gestärkt und  in den Gelenken stellt sich ein Gefühl von Raum & Kraft ein.

Yin Yoga ist eine Meditation, wir bewegen uns wenig und achtsam in verschiedene Asanas und halten diese länger. Dadurch geben wir dem Körper mehr Zeit, Anspannungen völlig loszulassen und in eine tiefe Entspannung und Zufriedenheit zu gleiten.

Je schneller, hektischer und fordernder unser Alltag wird, desto größer ist das Bedürfnis mehr „Yin“ in unsere Yogapraxis zu bringen, mit der wir Stress abbauen, Druck rausnehmen und uns mit neuer Energie revitalisieren & regenerieren. Hier geht´s zu den Kurszeiten.